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Auf und davon!

Ausbildung in der weiten Welt

©contrastwerkstatt - stock.adobe.com

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Du träumst von der weiten Welt und hast schon öfter mit dem Gedanken gespielt, Deutschland für eine Weile zu verlassen? Dann ist vielleicht eine Ausbildung im Ausland genau das Richtige für dich. Ein Auslandsaufenthalt macht sich nicht nur gut in deinem Lebenslauf, sondern erweitert zudem deinen persönlichen Horizont. Du verbesserst ganz nebenbei deine Fremdsprachenkenntnisse, steigerst deine kulturellen und sozialen Kompetenzen und förderst deine Selbstständigkeit und dein Selbstbewusstsein.Generell kann jeder eine Ausbildung im Ausland absolvieren. Dabei gilt es zu unterscheiden, ob ganz oder nur teilweise.AUSLANDSAUFENTHALTRechtlich ist es jedem Azubi erlaubt, ein Viertel seiner Ausbildung in der Ferne zu absolvieren. Bei international aufgestellten Unternehmen mit Niederlassungen im Ausland ist die Möglichkeit eines Aufenthaltes außerhalb Deutschlands deutlich höher als bei kleinen oder mittelständischen Unternehmen. Bei der Wahl deines Ausbildungsplatzes sollte dir dies im Vorfeld bewusst sein. Branchen wie beispielsweise das Hotelgewerbe, sind besonders geeignet für internationale Erfahrungen. Dabei musst du folgende Punkte beachten:

Du brauchst zwingend die Zustimmung deines Betriebes. Der Auslandsaufenthalt muss dem Ausbildungsziel dienen, damit dieser schlussendlich als Bestandteil deiner Ausbildung anerkannt wird. Sobald du länger als vier Wochen im Ausland verbringst, muss zusammen mit der IHK (Industrie- und Handelskammer) ein individueller Plan erstellt werden. Damit wird gewährleistet, dass die nötigen Inhalte vermittelt werden

AUSBILDUNG IM AUSLAND


Deutlich komplizierter gestaltet es sich, wenn du nicht nur ein paar Monate im Ausland verbringen möchtest. Zwei grundsätzliche Probleme bringt dies mit sich. Zum einen die unterschiedlichen Systeme und zum anderen die Anerkennung. Das in Deutschland etablierte Verfahren der dualen Ausbildung, eine Kombination aus Theorie und Praxis, ist auf der Welt weitestgehend einmalig. In Frankreich basiert das Konzept hauptsächlich auf theoretischer Vermittlung der Inhalte, wohingegen in der USA ausschließlich in den Betrieben gearbeitet wird. Die Unterschiedlichkeit der Bildungssysteme haben unterschiedliche Berufsabschlüsse zur Folge, weswegen eine allgemeine Anerkennung erschwert wird.

Da kann es leicht passieren, dass deine in den USA abgeschlossene Lehre in Deutschland nicht akzeptiert wird. Aus diesem Grund hat Deutschland mit einigen europäischen Ländern ein Abkommen geschlossen. Aber Vorsicht! Dieses Abkommen schließt nicht alle Abschlüsse mit ein. Informiere dich daher vorher unbedingt, ob deine Wunschausbildung hier in Deutschland anerkannt wird. Mit diesen Ländern hat Deutschland ein Abkommen geschlossen: Niederlande, Schweiz, Österreich, Frankreich, Luxemburg, Belgien, Spanien, Polen, Tschechien

Bei der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsbetrieb kannst du dich bei den zuständigen Handelskammern informieren. Die IHK und die deutsche Außenhandelskammer (AHK) sind ideale Anlaufstellen, um offene Fragen zu klären. Dort bekommst du Auskunft über Partnerschulen im Ausland, die mit deutschen Behörden kooperieren. Die Abschlüsse an solchen Schulen werden auf jeden Fall anerkannt und sind die bestmögliche Option für eine Ausbildung im Ausland. (jal)