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Speichern oder einspeisen?

So lässt sich selbstgewonnener Solarstrom effizient nutzen

Solarstrom gewinnen und direkt im eigenen Haushalt verbrauchen: Je höher die Quote der Eigennutzung ist, umso schneller lohnt sich die Investition in die erneuerbare Energieerzeugung. Foto: djd/E.ON/Getty Images/querbeet

Solarstrom gewinnen und direkt im eigenen Haushalt verbrauchen: Je höher die Quote der Eigennutzung ist, umso schneller lohnt sich die Investition in die erneuerbare Energieerzeugung. Foto: djd/E.ON/Getty Images/querbeet

In vielen Wohnsiedlungen gehören Solaranlagen auf den Dächern der Eigenheime mittlerweile zum vertrauten Bild. Gleich mehrere Gründe sprechen dafür, eigenen Ökostrom zu erzeugen. Viele Hausbesitzer wollen einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und investieren daher in die Zukunftstechnik. Hinzu kommen finanzielle Aspekte: Mit jeder Kilowattstunde selbst gewonnener regenerativer Energie, die im Haushalt genutzt wird, sinkt die nächste Stromrechnung. Der Trend geht dabei stark zu Anlagen, die auch über einen Batteriespeicher verfügen. Noch lukrativer werden Bau oder Nachrüstung einer Solaranlage durch verschiedene Förderungen.

Auch für Notstrom

Wie schnell sich die Photovoltaikanlage auf dem Dach rentiert, haben Hausbesitzer auch selbst in der Hand: Je höher der Anteil des Eigenverbrauchs am erzeugten Sonnenstrom ist, desto zügiger rechnet sich die Investition. Wird elektrische Energie vor allem dann verbraucht, wenn die Sonne scheint, kann der Eigenverbrauch maßgeblich gesteigert werden. Mit klassischen Solaranlagen ohne Batteriespeicher kommt man in der Regel auf eine Eigenverbrauchsquote von etwa einem Drittel. Die übrige eigene Stromproduktion wird dann in das Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet.

Deutlich steigern lässt sich der Eigenverbrauch mit einem Energiespeicher im Haus. Die Batterie speichert den eigenen Ökostrom für Zeiten, in denen mehr Strom verbraucht als erzeugt wird, beispielsweise nachts, aber auch tagsüber bei bedecktem Himmel. Auf diese Weise ist eine deutlich höhere Eigenverbrauchsquote möglich. Speichersysteme bieten auf Wunsch zusätzlich eine Notstromfunktion, die direkt beim Kauf dazu gebucht werden kann: Sollte die Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz mal unterbrochen sein, springt die Anlage ein und sorgt dafür, dass die wichtigsten Geräte, wie der Kühlschrank oder Lampen, weiter mit Strom versorgt werden können.

Der Einstieg in die umweltfreundliche Energie wird weiterhin gefördert. Aus dem KfW-Kredit 270 beispielsweise sind für Bestandsbauten zinsgünstige Darlehen abrufbar. Teils haben auch Kommunen eigene Programme aufgelegt. Quelle: djd/E.ON