Karriere

Unzufrieden im Job?

Mit einer Zweitausbildung in eine glückliche Zukunft

© BullRun – stock.adobe.com

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Der Gedanke an eine Zukunft in deinem derzeitigen Job löst bei dir Unbehagen aus? Du kannst möglicherweise aus gesundheitlichen Gründen deinen aktuellen Beruf nicht mehr ausüben? Oder du sehnst dich nach einer beruflichen Herausforderung?Du siehst, die Gründe für eine Zweitausbildung oder Umschulung können vielfältig sein und sind keinesfalls verwerflich.

Zweitausbildung

Du besitzt bereits eine abgeschlossene Ausbildung und möchtest aus persönlichen Gründen einen neuen Weg einschlagen. Du möchtest ein Studium oder eine weitere Lehre absolvieren, um deine aktuellen Kenntnisse auszubauen oder möchtest du ein komplett neues Themenspektrum erlernen. Die Gründe spielen in erster Linie eine nebensächliche Rolle.

Eine Zweitausbildung kann direkt im Anschluss deiner ersten beruflichen Ausbildung oder mit ein paar Jahren Abstand begonnen werden.

Merke dir: Um im Leben etwas Neues zu erlernen, ist man prinzipiell nie zu alt. Deswegen habe keine Scheu, um mit Mitte 30 noch einmal die Schulbank zu drücken.

Umschulung:

Die Umschulung ist eine spezielle Art der Zweitausbildung. Sie unterscheidet sich hauptsächlich in Dauer und Umfang und grenzt sich somit klar von einer klassischen Berufsausbildung ab.

Ziehst du dies in Betracht, musst du einen Antrag beim Jobcenter oder bei der Arbeitsagentur stellen. Denn bei triftigen Gründen wirst du im Normalfall von der Agentur für Arbeit finanziell unterstützt.

Umschulungsarten

• Betrieblich: Diese Art ist ähnlich einer dualen Ausbildung. Du arbeitest in einem Unternehmen und besuchst einige Tage in der Woche die Berufsschule. Du verdienst dein eigenes Geld und bekommst am Ende einen anerkannten Berufsabschluss.
• Schulisch: Bei dieser Möglichkeit lernst du hauptsächlich theoretische Inhalte, welche mit Praktika erweitert werden. Die schulbasierte Art eignet sich vor allem für Quereinsteiger, die die Grundkenntnisse des neuen Berufes von Grund auf erlernen müssen.
• Überbetrieblich: Durch spezifische Bildungsgänge von privatwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen wird ein Berufswechsel vorbereitet.
• Eine flexible Form, die gut mit dem Privatleben zu vereinen ist.

Voraussetzungen für eine Umschulung

• Du musst mindestens 18 Jahre alt sein und eine abgeschlossene oder zumindest eine angefangene Berufsausbildung vorweisen können.
• Umschulungen werden fast ausschließlich nur in Branchen gefördert, die vom Fachkräftemangel betroffen sind. Lass dich am besten von der Arbeitsagentur beraten, welche Möglichkeiten zur Auswahl stehen.
• In deinem ursprünglich erlernten Beruf übernehmen nach und nach Maschinen die Arbeit des Menschen? In solchen Fällen ist eine Neuorientierung meist die letzte und beste Möglichkeit, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß fassen zu können. (Jasmin Lutz)